Das Jahr von meinem schlimmsten Gl├╝ck

Ein trauriges, pathetisches, kitschiges Melodram von Nino Haratischwili im Lichthof Theater Hamburg

Red.
Das Jahr von meinem
schlimmsten Glück


Ein trauriges, pathetisches, kitschiges Melodram von Nino Haratischwili
 
„Die Welt nicht neu erfinden, die Welt auf meine Art erzählen.“
 (Nino Haratischwili)
 
Uraufführung am Freitag, 19.11.2010 um 20:15 Uhr im Lichthof Theater Hamburg.
Öffentliche Generalprobe: Do. 18.11. um 20:15 Uhr
 
Die deutsch-georgische Autorin und Regisseurin Nino Haratischwili (für ihren Roman JUJA auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2010), inszeniert ihr neuestes Stück: Die Hauptfigur, Ivy, verliert ihr Gedächtnis nach einem Autounfall. Plötzlich fehlen ihr die Grundlagen zur Definition der eigenen Identität, denn was bleibt nach Abzug aller Selbst- und Fremdzuschreibungen von dieser übrig? Die Thematisierung des Konfliktes zwischen Selbstbildern und Fremdbildern nutzt Nino Haratischwili zur Reflexion ihrer eigenen Position als Künstlerin mit einem anderen kulturellen Hintergrund. 
Ein Abend voller spannender Fragen und sicherlich überraschender Antworten!
 
Eine Frau liegt nach einem Autounfall verletzt im Graben. Im Auto auf der gegenüberliegenden

Foto © www.sofafotografie.de
Straßenseite sitzt bewegungslos ein Mann. Die Frau erinnert sich an nichts, nicht einmal an ihren Namen. Nur "Gloomy Sunday", das aus dem Autoradio dringt, scheint eine Spur zu sein – eine Spur zum Puzzle ihrer Identität und zugleich zu einer traurigen, kitschigen, pathetischen Liebesgeschichte.
Aus der Perspektive der Frau, Ivy, sieht man Frauen unterschiedlichen Alters in Erinnerungsbildern, die langsam als verschiedene Stadien ihrer selbst erkennbar werden, die den Blick freigeben auf die Beziehungen, die ihr Leben bestimmt haben, und durch die sie in ihrer Identität bestimmt wurde.
Nino Haratischwili trifft die Entscheidung für eine weibliche Besetzung aller Rollen, um nach der Sicht von Ivy, der Hauptfigur zu suchen. Es geht ihr nicht nur um das Verstehen und Erkennen, sondern vor allem um das Fühlen und Erleben der Geschichte im Theater. Die Dramatikerin sagt: „Ich möchte eine Geschichte erzählen, die das Thema des Geschichtenerzählens (mit-) thematisiert. Jemand erzählt seine Geschichte und doch ist seine/ihre Geschichte niemals frei von anderen Geschichten, in die wir hinein geboren werden, in die wir hinein wachsen, die unsere Gefühle, Vorstellungen, Erwartungen, Gedanken beeinflussen. Wir bestehen aus Geschichten und doch sind sie niemals pur. Sie sind immer determiniert, konnotiert, beschriftet.“
 
Es spielen: Nino Burduli, Lisa Grosche, Solveig Krebs, Susanne Pollmeier, Verena Reichhardt und Anja Topf
Text und Regie: Nino Haratischwili -Regieassistenz: Rayka Kobiella -Bühne: Silke Rudolph und Daniela Herzberg -Kostüme: Gunna Meyer -Dramaturgie: Julia Doan -Licht: Sönke C. Herm - Hospitanz: Sandra Engels
Produktion und Fotos: www.sofafotografie.de
 
Kartenreservierung
040 / 855 00 840 oder www.lichthof-hamburg.de | VVK: www.ticketmaster.de
Lichthof Theater: Mendelssohnstraße 15, 22761 Hamburg. www.lichthof-hamburg.de
Weitere Termine: 20.11., 21.11., 03.12., 04.12. + 05.12.2010 – Beginn jeweils 20:15, außer Sonntag 21.11. 19:00 Uhr.