Mit dem Saum des Kleides

von Mo▀leh-eddin Sadi

Foto © Frank Becker

Mit dem Saum des Kleides
 
Mit dem Saum des Kleides streif ich
Immer an des Freundes Duft,
Aber mit den Blicken greif ich
Ach, vergebens durch die Luft.
Mir so nah und nicht begreif ich,
Wie er mir so fernher ruft.
Die Gedanken
Stehn und schwanken
An der ungeheuren Kluft.

Moßleh-eddin Sadi
deutsch von Friedrich Rückert