Am 3. März ist der Tag des Artenschutzes

Naturnahe Gärten fördern die Artenvielfalt!

Red.
Am 3. März ist der Tag 
des Artenschutzes
 
Naturnahe Gärten fördern die Artenvielfalt!
 
Am 3. März ist der internationale Tag des Artenschutzes. In Deutschland gilt etwa jede dritte Tier- und Pflanzenart als gefährdet oder bereits als ausgestorben. Der Verlust strukturreicher Lebensräume ist einer der zentralen Gründe für diesen Rückgang. Die naturnahe Gestaltung des Siedlungsraums kann einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Artenvielfalt leisten. Schon kleine Flächen sind ein großer Gewinn. Der NaturGarten e.V. zeigt, wie einfach Artenschutz im Garten sein kann – denn hier steckt eine Menge Potenzial:
 
1. Lebt hier jemand, oder kann das weg?
 
Ein toter Ast im Obstbaum oder eine Lücke in der Wiese? Bitte nicht aufräumen, denn hier tobt das Leben. Im Totholz entwickeln sich etliche Insektenarten – vom Hirschkäfer bis zur Holzbiene. Auch offene Bodenstellen beweisen: Lebensraum gibt es nicht nur dort, wo es grün ist! Allein von unseren heimischen Wildbienenarten nisten um die 70 Prozent im Boden und dort sind sie alles andere als alleine. Auch Vögel fliegen darauf – vom Spatz, der ein Staubbad nimmt, bis zur Schwalbe, die Lehm für ihre Nester sammelt.
 
2. Vielfalt pflanzen!
 
Einheimische Pflanzen sind über das ganze Jahr Büfett, Kinderstube und Schlafplatz für tierische Gartenbewohner. Denn genau auf diese Pflanzen sind sie angewiesen. So kann eine Hecke mehr sein als ein grüner Gartenzaun. Wenn sie aus einheimischen Gehölzen wie Schlehe, Weißdorn, Holunder und Wildrosen besteht, wird sie zum wertvollen Lebensraum. An den Blättern wachsen Raupen von Schmetterlingen heran, an den Blüten summen Schwebfliegen und Wildbienen und im Herbst freuen sich Amsel und Star über die Früchte.
 
3. Darf es etwas weniger sein?
 
Häufiges Mähen, Düngen und der Einsatz von Pestiziden verringern die Artenvielfalt im Garten. Besser: die Wiese blühen lassen, die vertrockneten Stauden erst im Frühjahr zurückschneiden und die Blattläuse den Meisen überlassen. Was ein bißchen wilder aussieht, ist oft ein Paradies für Gartentiere. Wer dem Rasenmäher hier und da eine Pause gönnt, kann beobachten, wie es im Garten beginnt zu summen und zu flattern.
 
4. Wege schaffen!
 
Wo Gärten miteinander verbunden sind, entsteht ein Netz aus Lebensräumen. Hecken statt Mauern ermöglichen Amphibien, in ihrem Schutz zu wandern. Und Lücken in Zäunen schaffen Schlupflöcher für Igel & Co. Auf diesen Wegen finden Tiere von einem Garten in den nächsten. Auch kleine Gärten dienen als Trittsteine. Arten, die nicht weit wandern können, bekommen so die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt auszubreiten.
 
„Naturnahe Gärten sind bewußt gestaltete Lebensräume“,  erklärt Stephanie Stark, Vorstandsmitglied des NaturGarten e.V. „Für uns, aber auch für unsere wilden, tierischen Mitbewohner. Sie ermöglichen spannende Naturbeobachtungen und geben uns das gute Gefühl, selbst etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun zu können.“
 
Über den NaturGarten e.V.
 
Der Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung – kurz NaturGarten e.V. – ist eine anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung mit über 4.500 Mitgliedern. Der NaturGarten e.V. setzt sich bundesweit für den Erhalt und für die Förderung der einheimischen Flora und Fauna ein. Dabei liegt sein Schwerpunkt auf der Vermittlung von Informationen zur Gestaltung vielfaltsfördernder Lebensraumstrukturen, auch auf kleinen Flächen. Aufgrund der ökologischen Verbundenheit zwischen Pflanzen- und Tierarten hat die Empfehlung von einheimischen Pflanzen hierbei eine herausragende Bedeutung für den Verein.
 
Naturnahe Gärten können einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leisten. Wir als NaturGarten e.V. möchten zeigen, wie einfach Artenschutz im Garten sein kann – denn hier steckt eine Menge Potenzial. 
 
NaturGarten e.V.
 
Verein für naturnahe Garten- und Landschaftsgestaltung
Hinter Hoben 149 - 53129 Bonn
Vereinsregister München 13281
 
Weitere Informationen: https://naturgarten.org/