Die Unfaßbaren 3 – Now You See Me
(Now You See Me: Now You Don’t - USA 2025) Regie: Ruben Fleischer
Mit: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Rosamund Pike u.a. Es gibt so viele Filme, vor allem abseits der Spitzenklasse, daß man sie vergißt, vergessen muß, um den Kopf für Wichtiges frei zu haben. „Die Unfaßbaren“, was war das? Ach ja, die jungen Zauberer, die ihre Tricks dazu benützt haben, die Reichen – auszutricksen. Einst erfolgreich an der Kinokasse, aber auch nicht so überwältigend, daß man sich mit den Fortsetzungen allzu beeilt hätte. Den ersten Teil gab es 2013, der zweite folgte 2016 damals noch ziemlich schnell, nun sind die Unfaßbaren nach Jahren wieder da, die Magier, die sich „Die vier Reiter“ nennen.
Allerdings hat man sich entschlossen, sie nun, neun Jahre später, um drei weitere Zauber-Protagonisten zu verstärken, und diese Personenfülle ist nicht unbedingt eine gute Idee. Denn außer Jesse Eisenberg und vor allem dem unverwechselbaren Woody Harrelson mit seinem frechen Grinsen ist in der ganzen Schar niemand dabei, der besonders interessieren würde. Natürlich ist es billiger, eine Schar von Jungdarstellern zu verpflichten, die alle gut aussehen und Teenies vielleicht zum Seufzen bringen. Aber sie profilieren sich kaum, entwickeln keine Figuren – wenn da ohnedies nur kurz der schon ziemlich alte Morgan Freeman auftaucht, merkt man so richtig, was schauspielerische Potenz ist.
Glücklicherweise hat der Film eine „Bösewichtin“, die sich gewaschen hat, und wenn sie auf der Leinwand erscheint, lohnt sich das ganze Unternehmen. Rosamund Pike war nicht nur ein Bond-Girl und sehr überzeugend Madame Curie, sondern auch in dem Film „I care a lot“ (2020) so gut, daß sie zu Recht einen „Golden Globe“ bekam. Nun ist sie brillant in der Rolle der gigantischen, sadistischen und blitzgescheiten Konzernchefin Veronika Vanderberg, die so böse mit Diktatoren und anderen Verbrechern im Bund ist, daß man ihr den größten Diamanten der Welt, mit dem sie Milliarden machen will, einfach abjagen muß. Wie diese Blondine, auf ihre Art eine wahre Cruella, sich gegen die geballte Kraft der Magier wehrt, ist ein Gustostück für sich. Leider erfährt man am Ende nicht wirklich, was aus ihr wird – da hätte das Drehbuch sind etwas einfallen lassen sollen.
Sonst besteht der Film von Regisseur Ruben Fleischer flott und kurzweilig darin, jede Menge Zaubertricks vorzuführen – er unterstellt sogar, daß die Herrschaften imstande wären, einen Raum zu drehen. Na, im Kino geht das ja.
Keine große Sache, diese „Unfaßbaren“, aber man kann sich unterhalten, wenn man mit nicht zu hohen Ansprüchen ins Kino geht.
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