Im 10. Sinfoniekonzert spielt das Sinfonieorchester Wuppertal unter dem Titel ‚French Connections‛ Werke von Messiaen, Saint-Saëns, Débussy und Ravel. Mit Generalmusikdirektor Toshiyuki Kamioka am Pult beschließen die Musiker im Großen Saal der Historischen Stadthalle die Reihe der Sinfoniekonzerte der Saison 08/09.
Saint-Saëns’ Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur op. 103 wird interpretiert von Pascal Rogé.
Olivier Messiaen gehört zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Les offrandes oubliées lautet der Titel eines Gedichts von Messiaen, das er zur Grundlage seiner gleichnamigen Komposition machte. Camille Saint-Saëns prägte maßgeblich die Sinfonik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur op. 103 zeugt mit Einflüssen orientalischer Musik von seiner Liebe zu Nordafrika. Die improvisatorischen Klavierpassagen des Solistenparts werden durch den vielfach preisgekrönten Pianisten Pascal Rogé umgesetzt. Der Franzose gilt mit seinen sensiblen Interpretationen als Kenner der französischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts.
Debussys Petite Suite ist ein ursprünglich für Kinder komponiertes Klavierstück
zu vier Händen. Die Orchesterbearbeitung entstand 1907. Maurice Ravel, glühender Verehrer Saint-Saëns' und Debussys, erhielt 1911 als erster französischer Komponist einen Auftrag der Ballets Russes. Die Entstehung von Daphnis et Chloé war mehr als kompliziert, denn die Vorstellungen von Choreograph, Bühnenbildner und Komponist gingen weit auseinander. Strawinsky bezeichnete die daraus entstandenen Orchestersuiten als „eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik".