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„Von Kollwitz bis Richter - Schätze auf Papier“

Ausstellung im Hagener Osthaus-Museum

von Andreas Rehnolt/Bec
„Von Kollwitz bis Richter - Schätze auf Papier“ 
© Imhof Verlag
„Von Kollwitz bis Richter - 
Schätze auf Papier“

Ausstellung im Hagener
Osthaus-Museum
 
„Von Kollwitz bis Richter - Schätze auf Papier aus dem Osthaus Museum“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Wochenende im Osthaus-Museum in Hagen gestartet ist. Die bis zum 11. Oktober terminierte Schau versteht sich nach den Worten von Museumsdirektor Rainer Stamm als „hochkarätiger Spaziergang durch die Kunstgeschichte“. Zugleich illustriert das Museum seine einzigartige Sammlungsgeschichte, die auf die Folkwang-Sammlung des Hagener Museumsgründers Karl Ernst Osthaus zurückgeht. 

Erstmals seit Jahrzehnten präsentiert das Hagener Museum Schätze aus seiner Grafischen Sammlung – von Werken des Jugendstils und dem Beginn der Moderne in Deutschland bis hin zu Grafiken und Handzeichnungen der internationalen Avantgarde und Gegenwartskunst. Erstmals seit dem Verkauf des Folkwang-Museums nach Essen ist mit Werken von Paul Signac, Edvard Munch, Henri Matisse und Wassily Kandinsky zudem auch ein Teil der von Osthaus aufgebauten Grafischen Sammlung in Hagen zu sehen.
 
Neben diesen frühesten Erwerbungen stehen Aquarelle, Zeichnungen und druckgrafische Blätter des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit im Mittelpunkt der Ausstellung. Einen besonderen Schwerpunkt bilden darüber hinaus die Erwerbungen der frühen Nachkriegszeit, mit denen das Osthaus Museum Arbeiten von Pablo Picasso, Joan Miró, Marc Chagall oder den Künstlern der deutschen und amerikanischen Pop Art die internationale Avantgarde präsentiert. Neben den großen Namen der internationalen Kunstgeschichte zeigt die Schau viele Entdeckungen aus der Grafischen Sammlung des Hauses, darunter bislang nie oder seit Jahrzehnten nicht mehr gezeigte Werke der modernen Kunst – „von Käthe Kollwitz bis Gerhard Richter und bis in die Gegenwartskunst“.

„Von Kollwitz bis Richter - Schätze auf Papier“
     Katalog: Max Liebermann / Ernst Ludwig Kirchner

„Aus der Auswahl der Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus rund 125 Jahren, ergibt sich nicht nur eine konzentrierte Kunstgeschichte von den 1890er Jahren bis in die Gegenwart, sondern auch eine Geschichte der Sammlungen unseres einzigartigen Museums“, so Museumsdirektor Stamm zum Auftakt der Schau. Diese Geschichte reicht etwa von einer Lithografie der Künstlerin Käthe Kollwitz, die 1927 vom Deutschen Verband der Sozialbeamtinnen und Frauenvereine des Stadt- und Landkreises Hagen gestiftet wurde, bis zu einer der ersten Druckgrafiken von Gerhard Richter, die 1968 als Teil der ‚Edition Kaufhof‘ in das Osthaus Museum kam, so Stamm weiter. 

„Von Kollwitz bis Richter - Schätze auf Papier“
  Katalog: Roy Lichtenstein / Andy Warhol

NRW-Kulturministerin Ina Brandes (CDU) ergänzte, „mit der neuen Ausstellung öffne das Osthaus Museum eine ganz besondere Schatzkammer. Neben dem Who‘s Who der Kunst mit Werken von Picasso, Miró, Chagall, Kollwitz und Richter werden auch bisher unbekanntere grafische Arbeiten aus der Sammlung zum ersten Mal präsentiert. So ist eine beeindruckende Zeitreise durch die Kunstgeschichte entstanden.“ 
Begleitend zur Ausstellung erscheint im Imhof Verlag der 152-seitige Katalog „Von Kollwitz bis Richter. Schätze auf Papier aus dem Osthaus Museum“ für 29,95 €. 

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Osthaus Museum - Museumsplatz 1 - 58095 Hagen - Tel.: 02331 - 2073138 

Informationen: www.osthausmuseum.de