Joan Miró im Skulpturenpark Waldfrieden

Eine Sonderausstellung des Wuppertaler Parks

von Jürgen Kasten

Joan Miro, Personnage 1982, Bronze - Foto © Jürgen Kasten

Joan Miró im Skulpturenpark Waldfrieden
 
Tony Cragg ist mit dem Besucherzuspruch seines Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal zufrieden, möchte aber für die Wintermonate noch mehr Besucher anlocken.
Daher sind jetzt neben der Dauerausstellung im Parkgelände drei Sonderausstellungen in den Pavillons zu bewundern. Eva Hild noch bis zum Januar 2019 in der ersten Halle, Bogomir Ecker bis zum Februar in der oberen und nun auch Joan Miró in der unteren Ausstellungshalle, dort bis zum 3. März 2019.
Drei ca. zwei Meter hohe Bronzearbeiten hat die Successió Miró durch Vermittlung der Miró-Foundation zur Verfügung gestellt. Zunächst für drei Jahre. Im Frühjahr werden diese Objekte im Park vor der Villa plaziert. Im Sommer 2019 kommen sodann weitere sechs bis acht Exponate hinzu, die in der mittleren Ausstellungshalle präsentiert werden.
Mit den Zeitgenossen Matisse, Picasso oder Kandinsky hat Miró die klassische Moderne begründet. Allen gemeinsam ist eine „gewisse Hemmungslosigkeit“, mit dem sie sich dem Surrealismus hingegeben haben, so Tony Cragg. Er hält Miró für einen freien Künstler mit unerhört kreativen Visionen. Seine Arbeiten, auch die hier ausgestellten, zeigen afrikanische aber auch andere Einflüsse. Die Bronzen wurden jeweils in mehrere Teile gegossen und dann zusammengeschweißt, bevor sie mit einer besonderen Patina beschichtet wurden, damit sie auch im Außenbereich ihre ursprüngliche Farbe behalten.
Joan Miró (1893 – 1983) studierte in Barcelona Kunst, bevor er nach Paris übersiedelte. Er arbeitete als Maler, Grafiker, im zunehmenden Alter auch als Keramiker und Bildhauer.


Joan Miro, Personnage 1978, Bronze - Foto © Jürgen Kasten

 
Als Ausblick kündigte Tony Cragg für das Frühjahr 2019 eine Ausstellung des Schweizer Malers, Bildhauers und Schriftstellers Martin Disler an, von dem er 22 große Skulpturen präsentieren wird.
Und noch mehr Neues wird es geben. Vier eigene Arbeiten Craggs aus neuerer Zeit  werden im Park installiert, dazu als Dauerleihgabe eine Plastik von William Tucker.
Erstmalig bringt auch die Cragg-Foundation einen eigenen großformatigen Kalender heraus. 13 Abbildungen zeigen hervorragend fotografierte Ausstellungsstücke des Parks mit einem Kalendarium für 2019, (35 x 50 cm, Ringbindung, 28,- €). Der Kalender ist im Park und im Onlineshop erhältlich.


Tony Cragg vor Femme von Joan Miro - Foto © Juergen Kasten

 
Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstr. 12 - 42285 Wuppertal
Nov. – Febr, Fr.-So., 10-17 Uhr und an allen Feiertagen